Hinten rein?

Als ich die Tage in Wuppertal unterwegs war, dachte ich, die WSW seien von ihren PR-Beratern getrollt worden: Mit dem doppeldeutigen Spruch „Hinten rein?“ warb die WSW für den Fahrgastfluss. Flankiert waren die Plakate mit erschrockenen Gesichtsausdrücken wahlweise eines jungen Mannes, einer älten oder einer jungen Frau.

Bild der Hinten-rein-Kampagne

Plakat der Kampagne „Hinten rein?“ an der Haltestelle Wall/Museum

Das ist zwar schon witzig, doch gerade durch die Ereignisse am Kölner Hauptbahnhof darf man sich fragen, ob das jetzt so geschickt war. Und so kommt, wie es kommen musste: Nach Protesten im Internet hat die WSW jetzt zurückgerudert und die Plakate entfernt. Die Doppeldeutigkeit war wohl bewusst:
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Weihnachtsmann im (Gepäck-)Bus

Ein Lichterschlauch geht durch den Bus, überall stehen nur Einkaufstüten auf den Sitzplätzen und wer sitzt denn da eigentlich am Steuer?

rheinbahn-gepaeckbus

Richtig, der Weihnachtsmann – denn das ist kein gewöhnlicher Bus, sondern der „Gepäckbus“ der Rheinbahn. In zwei Linienbussen in der Düsseldorfer Innenstadt kann man an den vier Adventssamstagen (28.11., 05.12., 12.12., 19.12.) zwischen 10:00 und 21:15 Uhr seine Weihnachtseinkäufe abgeben und später wieder abholen. Sehr praktisch.

Die beiden Standorte:

  • Altstadt: Kasernenstraße am Carschhaus, Ecke Flinger Straße (Haltestelle „Heinrich-Heine-Allee“) – Google Maps | OpenStreetMap
  • Innenstadt: Schadowstraße am Schuhhaus Böhmer, in Höhe der Hausnummer 41 (Haltestelle „Jan-Wellem-Platz“) – Google Maps | OpenStreetMap

Schwebebahn zu verkaufen

Eine Schwebebahn mitten im eigenen Garten? Wer das nötige Kleingeld hat kann sich diesen Traum jetzt verwirklichen: In Wuppertal gibt es ab 2017 neue Schwebebahn-Wagen. Deswegen kann man sich seit gestern bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) eine der älteren Schwebebahnen kaufen – eine E-Mail mit einer verbindlichen Kaufzusage an alte-schwebebahnen@wsw-online.de genügt.

Schwebebahn fährt am Gerüst entlang

Eine Schwebebahn ohne Werbung in Elberfeld: 22 Tonnen schwer


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Sifa im Schlaf

Ups: In Baden-Württemberg ist eine S-Bahn „minutenlang“ mit einem ohnmächtigen Lokführer weiter gefahren. Dabei wurden drei Haltestellen „durchgefahren“. Das ist recht verwunderlich, denn eigentlich gibt es die Sicherheits­fahrschaltung (Sifa), die bei Nichtbetätigung in einem vorgegebenen Rhythmus automatisch den Zug stoppt.

Die Bahn erklärte: „Die Auswertung des Fahrtenschreibers hat keinerlei Abweichungen bei der Auslösung der sogenannten „Totmanntaste“ ergeben.“

Wenn das stimmt, dann kann der Lokführer die Sifa wortwörtlich „im Schlaf“ betätigen. Derzeit wird der Zug untersucht, die Polizei hat die Aussage der Bahn zu dem Fahrtenschreiber bisher nicht bestätigt. Der Lokführer soll krankgemeldet sein und konnte noch nicht vernommen werden.

Der Vorfall zeigt auch, wie fatal es ist, dass die Notbremsen in vielen Zügen nur ein Alarmsignal an den Fahrer geben und keine tatsächliche Bremsung auslösen: Dadurch konnte der Zug auch von den Fahrgästen nicht gestoppt werden. Ein Glück, dass in diesem Fall nichts passiert ist.

Sonnen im Gleis

Seit einigen Wochen ist die DB Regio AG in NRW auf Twitter unter @Regio_NRW mit händischen Tweets am Werk (Archive), vorher gab es nur automatisierte Tweets. Und dort war am vergangen Wochenende folgendes zu lesen:

Weiter geht es. Zwischen #Rheydt <> #Mönchengladbach hat sich eine #Person im #Gleis zum sonnen gelegt. #RE4,#RB33 werden zurückgehalten.

Und 20 Minuten später:
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